PARIS, JE T’AIME

*** PARIS, JE T’AIME / PARIS, I LOVE YOU * Deutschland / Frankreich / Liechtenstein / Schweiz 2006 * Idee: Tristan Cané * Konzept: Emmanuel Benhiby * Drehbuch und Regie: s. u. * Darsteller/-innen: s. u. * [teilw. engl. OmU] * 120 Minuten * (7 von 10 Punkten) ***

Paris, je t’aime
(Bildrechte: Ascot-Elite)

Synopsis: PARIS, JE T’AIME ist ein Konglomerat aus achtzehn knapp fünfminütigen Kurzfilmen, die jeweils in einem anderen arrondissement der französischen Hauptstadt spielen; zugleich sind die quartiers auch Namensgeber für die jeweiligen Episoden, die allesamt zwar das Thema „Liebe“ variieren, ansonsten aber keinerlei Verbindung zueinander haben. (Erst in den letzten Einstellungen treffen sich einige der Protagonisten.) Stadtpanoramen fungieren zwischen den einzelnen Teilen als einzig verbindende Klammern.

(Einzel-)Kritik:

*** MONTMARTRE * Drehbuch und Regie: Bruno Podalydès * Darsteller/-innen: Bruno Podalydès, Florence Muller, u. a. * (7 von 10 Punkten) ***
Ein so genervter wie einsamer Pariser Bürger kreuzt in seinem Auto durch Montmartre, auf der Suche nach einem Parkplatz. Nachdem er „französisch eingeparkt“ hat – in etwa vergleichbar mit dem, was die Angelsachsen unter „french kissing“ verstehen: Sehr leidenschaftlich und ohne Rücksicht auf Verluste … bricht neben seinem frisch eingeparkten Wagen eine attraktive Frau zusammen. Gemeinsam mit hilfsbereiten Passanten hievt er die hilflose Frau auf die Rückbank seines Autos, damit sie sich dort ausruhen kann … Die ungewöhnliche Situation führt alsbald zu ungewohnter Nähe …
Bruno Podalydès, Drehbuchschreiber, Regisseur und Hauptdarsteller dieser Episode darf den Einstieg in PARIS, JE T’AIME übernehmen, und er ist ihm gelungen: Ohne groß an der Drama-Schraube zu drehen, gelingt ihm mit leichter Hand ein Hauch von einer möglicherweise beginnenden Liebesgeschichte: Der verbitterte einsame Mann darf kurz die Hand der schönen Unbekannten halten, und der finale Schnitt lässt alle Fragen offen …

*** QUAIS DE SEINE * Drehbuch: Paul Mayeda Berges und Gurinder Chadha * Regie: Gurinder Chadha * Darsteller/-innen: Cyril Descours, Leila Bekhti, u. a. * (6 von 10 Punkten) ***
Ein mit seinen grenzdebilen Freunden an den quais der Seine herum lungernder Geschichtsstudent verguckt sich ausgerechnet in ein verschleiertes muslimisches Mädchen. Nach einem kurzen flirt folgt er ihr zur Moschee …
Es gibt sicherlich Leutchen, die dieses Segment als „Wir-haben-uns-alle-lieb-Multikulti-Gutmenschen-Blauäugigkeit“ abtun wollen. Dummerweise macht es diese Episode solchen Besserwissern ziemlich einfach, denn der pädagogische Zeigefinger (Muslime sind auch nur Menschen! – Ja, hat irgendein Ernstzunehmender was anderes behauptet?) wackelt leider allzu offensichtlich vor der Linse herum. Das Ganze wird dann aber so herzallerliebst unschuldig erzählt, dass man diesem Kurzfilm deswegen einfach nicht böse sein kann.

*** LE MARAIS * Drehbuch und Regie: Gus van Sant * Darsteller/-innen: Gaspard Ulliel, Elias McConnell, Marianne Faithfull, u. a. * (5 von 10 Punkten) ***
Ein junger schwuler Pariser Künstler betritt eine Kunstdruckerei, um seine Werke ebendort vervielfältigen zu lassen. Er verguckt sich in den schweigsamen Lehrling, der seine wortreichen Annäherungsversuche dummerweise nicht versteht … Aber Überzeugungskraft kann auch nonverbal funktionieren …
Gus van Sant inszeniert sowas wie MY (OWN) PRIVATE PARIS und hat erschreckend wenig zu erzählen. Das Gott sei Dank ohne Worte auskommende, durchaus berückende Ende dieser Episode rückt das Bild zum Glück noch ein wenig zurecht, aber was das hier genau soll … Fragezeichen.

*** TUILERIES * Drehbuch und Regie: Joel und Ethan Coen * Darsteller/-innen: Steve Buscemi, Julie Bataille, Axel Kiener, u. a. * (6 von 10 Punkten) ***
Ein amerikanischer Tourist wartet an der Métropolitain-Haltestelle „Tuileries“ auf die nächste U-Bahn. Er macht den Fehler, ein ungehemmt herummachendes Pariser Pärchen zu fixieren … mit für ihn zunächst äußerst sinnlichen, dann umso schmerzhafteren Ergebnissen …
Die Coens wollen mit einer mäßig überkandidelten freak show gefallen. Doch so witzig ist das alles gar nicht. Allein Steve Buscemi, dessen unschuldig-hässliches Gesicht die Coen-Brüder genüsslich inszenieren, trägt und rettet letztendlich dieses Segment.

*** LOIN DU 16ÈME * Drehbuch und Regie: Walter Salles und Daniela Thomas * Darstellerin: Catalina Sandino Moreno * (6 von 10 Punkten) ***
MARIA VOLL DER GNADE-Darstellerin Catalina Sandino Moreno spielt ein kolumbianisches Kindermädchen, das ihr eigenes Neugeborenes in eine Kinderkrippe geben muss, um bei reichen Parisern auf deren Neugeborenes aufpassen zu können …
Walter Salles (THE MOTORCYCLE DIARIES) inszeniert das Ganze so unprätentiös, dass der gewünschte Effekt fast auf der Strecke bleibt. Themen wie Globalisierung, Ausbeutung, Arm vs. Reich werden zwar durchaus angeschnitten, allerdings zu beiläufig dargestellt.

*** PORTE DE CHOISY * Drehbuch: Christopher Doyle, Gabrielle Keng, und Kathy Li * Regie: Christopher Doyle * Darsteller/-innen: Barbet Schroeder, Li Xin, u. a. *
(3 von 10 Punkten) ***

Den ersten wirklichen Tiefpunkt von PARIS, JE T’AIME hat ausgerechnet Wong Kar-Weis Kameramann Christopher Doyle auf dem Regiestuhl sitzend verbrochen: Ein Vertreter für Shampoo gerät in die Fänge einer asiatischen Kung-Fu-Schönheit, die nebenbei einen Friseursalon betreibt.
Ärgerlich überkandideltes Kurzfilmkino ohne Sinn und Verstand. Wenn Christopher Doyle zu Paris nur „Asien“ einfällt, sollte er ebendort (und hinter der Kamera) bleiben. Denn da kann ihm keiner was …

*** BASTILLE * Drehbuch und Regie: Isabel Coixet * Darsteller/-innen: Sergio Castellitto, Emilie Ohana, Leonor Watling, Miranda Richardson * (7 von 10 Punkten) ***
Ehemann will Ehefrau wegen jüngerer Geliebter verlassen. Da offenbart Ehefrau Ehemann, dass sie unheilbar an Leukämie erkrankt ist. Das Leben des Ehemanns erfährt eine völlige Kehrtwende …
Ein schöner (Kurz-)Film. Auf Dialoge verzichtend, erzählt nur ein lakonischer off-Kommentar von der traurig-schönen Liebesgeschichte einer Ehe, die zunächst noch auf der Kippe stand und dann durch einen Schicksalschlag wieder gekittet wird. Isabel Coixet lässt dankenswerterweise das Drama außen vor und erzählt mit leichter Hand von tiefer Trauer und Verlust.

*** PLACE DES VICTOIRES * Drehbuch und Regie: Nobuhiro Suwa * Darsteller/-innen: Juliette Binoche, Willem Dafoe, Hippolyte Girardot, Martin Combes, u. a. * (7 von 10 Punkten) ***
Wieder steht eine Familie im Mittelpunkt, erneut geht es um einen tragischen Verlust: Allein gelassen von ihrem gefühllosen Ehemann trauert eine Mutter um ihren Sohn, der cowboys über alles geliebt hat. In einem (äußerst realen) Traum galoppiert der Mutter daraufhin ein sämtlichen Klischees entsprungener cowboy über den Place des Victoires entgegen und gibt ihr die Chance, ihren verstorbenen Sohn ein allerletztes Mal zu sehen …
Juliette Binoche leidet, und man leidet mit ihr. Die vielleicht traurigste und zugleich hoffnungsvollste Episode vereint gekonnt Surrealität und realistisches Drama, Willem Dafoe beeindruckt als cowboy / Sensenmann, und Juliette Binoche darf binnen weniger Minuten beweisen, dass sie zu den größten Schauspielerinnen aller Zeiten gehört.

*** TOUR EIFFEL * Drehbuch und Regie: Sylvain Chomet * Darsteller/-innen: Paul Putner, Yolande Moureau, u. a. * (2 von 10 Punkten) ***
Kommentiert vom Sohn der beiden, erzählt diese Episode die Geschichte eines Pantomimen und einer Pantomimin, die sich im Gefängnis ineinander verlieben …
Ich möchte mich hierzu lieber nicht äußern, sonst bekomme ich noch Ärger mit einem ganzen Berufsstand …

*** PARC MONCEAU * Drehbuch und Regie: Alfonso Cuarón * Darsteller/-innen: Nick Nolte, Ludivine Sagnier, Sara Martins * (8 von 10 Punkten) ***
Das erste echte highlight von PARIS, JE T’AIME kommt von Alfonso Cuarón (Y TU MAMÁ TAMBIÉN / HARRY POTTER UND DER GEFANGENE VON ASKABAN / CHILDREN OF MEN): Älterer Mann und junge Frau – offenbar ein Liebespaar – gehen gemeinsam eine Straße im Parc Monceau entlang, doch der Zuschauer wird gekonnt hinters Licht geführt …
In diesem Segment geht es gar nicht um die durchaus überraschende Pointe, die Cuarón am Ende bereit hält. Vielmehr wird hier zum ersten Mal wirklich die Stadt Paris als Hauptdarsteller spürbar, nächtlich erleuchtet und auch von der Kamera nahezu in einer einzigen Fahrt wunderbar eingefangen, so dass man sich unweigerlich an die Eingangssequenzen von frühen Jim Jarmusch-Meisterwerken wie DOWN BY LAW erinnert fühlt. Naja, und Nick Nolte ist einfach nur großartig! Bis dahin die mit Abstand herausragendste Episode!

*** QUARTIER DES ENFANTS ROUGES * Drehbuch und Regie: Olivier Assayas * Darsteller/-innen: Maggie Gyllenhaal, Lionel Dray, Joana Preiss, u. a. * (6 von 10 Punkten) ***
SECRETARY Maggie Gyllenhaal brilliert in diesem ansonsten eher zu vernachlässigenden Segment. Sie spielt eine amerikanische Schauspielerin mit Drogenproblem, die in Paris einen Kostümfilm dreht und übernervös auf den nächsten, die ganze Nacht andauernden take wartet. Warten tut sie auch auf ihren dealer, in den sie sich heimlich verguckt hat, doch da sie sich nicht zwischen Mensch und Droge entscheiden kann, beginnt der nächtliche Filmdreh, trotz damit einhergehender party, für sie mit einer kleinen Katastrophe …

*** PLACE DES FÊTES * Drehbuch und Regie: Oliver Schmitz * Darsteller/-innen: Seydou Boro, Aissa Maiga, u. a. * (6 von 10 Punkten) ***
Eine verhängnisvolle Verkettung der Ereignisse führt einen gastarbeitenden Parkhaus-Aufseher in die Arme der Frau, in die er sich verguckt hat: Sie ist Notärztin …
Wahrhaft tragisch und von bittersüßer Melancholie durchsetzt erzählt diese Nuance von einem Kurzfilm ein weiteres Mal von verpassten Chancen und schweren Schicksalschlägen, berührt aber letzten Endes nicht wirklich, weil diese Episode ein wenig arg überkonstruiert daher kommt.

*** PIGALLE * Drehbuch und Regie: Richard LaGravenese * Darsteller/-innen: Bob Hoskins, Fanny Ardant, u. a. * (6 von 10 Punkten) ***
Ein älteres Ehepaar versucht seiner erkalteten Beziehung im Pariser Rotlichtviertel Pigalle mit inszenierten Rollenspielen neuen Schwung zu verleihen. Doch die Realität will an die Oberfläche …
Trotz großartiger Besetzung weiß auch dieses Segment nicht wirklich zu überzeugen. Einmal mehr werden fünf Minuten einem Beziehungsdrama nicht gerecht. Dennoch bleibt am Ende ein zufriedenes Schmunzeln, denn Hoskins und Ardant spielen gekonnt miteinander und mit feiner Selbstironie.

*** QUARTIER DE LA MADELEINE * Drehbuch und Regie: Vincenzo Natali * Darsteller/-innen: Elijah Wood, Olga Kurylenko, Wes Craven * (7 von 10 Punkten) ***
Ein amerikanischer Rucksack-Tourist macht zu mitternächtlicher Stunde Bekanntschaft mit einem so hinreißend schönen wie mörderischen weiblichen Vampir. Doch anstatt ihn auszusaugen, wird sie ihm das Leben / den Tod retten …
Visuell geradezu schamlos von SIN CITY abkupfernd und reichlich vorhersehbar ablaufend besitzt dieses Segment dennoch ungeheuren charme, vielleicht aber auch nur deswegen, weil Olga Kurylenko den möglicherweise schönsten Vampir der Filmgeschichte abgibt …

*** PÈRE-LACHAISE * Drehbuch und Regie: Wes Craven * Darsteller/-innen: Emily Mortimer, Rufus Sewell, Alexander Payne * (6 von 10 Punkten) ***
Zumindest hinter der Kamera beginnen sich die ersten Querverweise einzustellen: Horror-Kult-Regisseur Wes Craven mimte in der Episode zuvor noch das Opfer des Vampirs, jetzt führt er selbst Regie und schrieb das Drehbuch, während Alexander Payne, der sich für das letzte Segment verantwortlich zeichnet, für ihn Oscar Wilde verkörpern darf:
Ein trotz nahender Hochzeit in ihren gegenseitigen Gefühlen unsicheres britisches Pärchen scharwenzelt über Paris berühmtesten Friedhof, weil die zukünftige Gattin das Grab von Freddy Krueger, Quatsch!, Oscar Wilde besuchen will, den sie über alles verehrt. Ihr Gemahl in spe teilt ihren spleen allerdings nicht, und es kommt zum scheinbar finalen Streit: Ehebruch ante portas? Da hat der Bräutigam einen verhängnisvollen kleinen Unfall …
Nein, Wes Craven überlässt „sein“ Horror-Genre diesmal anderen (s. o.) und inszeniert dafür mit überraschend leichter Hand, wenn auch dann doch unter Zuhilfenahme des Übersinnlichen, einen schicksalhaften Spaziergang über den Père-Lachaise – reichlich vorhersehbar zwar, aber wer hätte gedacht, dass Craven so Woody Allen-mäßige Dialoge gelingen können?

*** FAUBOURG SAINT-DENIS * Drehbuch und Regie: Tom Tykwer * Darsteller/-innen: Natalie Portman, Melchior Beslon * (8 von 10 Punkten) ***
Dieser Kurzfilm hieß, bevor er in das PARIS, JE T’AIME-Geschenkpapier eingewickelt wurde, einfach nur TRUE und diente quasi als trailer für das Projekt, um weitere Filmemacher/-innen für die Liebeserklärung an Paris zu begeistern:
Tom Tykwer lässt diesmal nicht Franka Potente durch Berlin, sondern Natalie Portman durch Paris rennen: Gemeinsam mit ihrem blinden Freund erlebt sie noch einmal ihre gemeinsame Beziehung bis zu ihrem (vermeintlichen?) Ende.
LOLA RENNT meets VERGISS MEIN NICHT!: Was Tykwer hier abliefert, ist ein Meisterstück in Sachen Kurzfilm, dem nur ein winziger amount of time zur Verfügung stand – Tykwer füllt diesen Rahmen hinreißend aus, ja sprengt ihn sogar letztendlich. Talkin’ ‚bout hinreißend: Natalie Portman ist hier mal wieder so schön, dass es fast weh tut, hinzugucken …

*** QUARTIER LATIN * Drehbuch: Gena Rowlands * Regie: Gérard Depardieu und Frédéric Auburtin * Darsteller/-innen: Ben Gazzara, Gena Rowlands, Gérard Depardieu * (8 von 10 Punkten) ***
Zum Ende hin kontert PARIS, JE T’AIME endlich den eher durchwachsenen Anfang und Mittelteil mit kleinen Kurzfilm-Meisterstücken. Geschrieben von Gena Rowlands und virtuos inszeniert von Gérard Depardieu, trifft hier ein älteres Ehepaar in einem Café aufeinander, das am nächsten Tag die Scheidung einreichen wird. Das abendliche Gespräch verläuft ohne Groll oder gar Hass, doch ein paar verbale Spitzen müssen einfach verteilt werden … während der Chef des Cafés seinen beiden Gästen einfach nur einen netten Abend bereiten will …
In Sachen Leichtigkeit und nonchalance gelingt Depardieu, Gazzara und Rowlands hiermit geradezu ein Kunstwerk. Messerscharfe Dialoge, voller Wehmut und Witz zugleich, dürfen sich die zwei Protagonisten an die Köpfe werfen, während ein nur Sekunden lang zu sehender Gérard Depardieu leider nicht mehr als eine Kostprobe seiner nicht nur figürlich gigantischen Schauspielkunst abliefern darf. Großes Kino en miniature!

*** 14TH ARRONDISSEMENT * Drehbuch und Regie: Alexander Payne * Darstellerin: Margo Martindale * (9 von 10 Punkten) ***
Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören: PARIS JE T’AIME schließt – ehe einige der Protagonisten der unterschiedlichen Episoden sich noch einmal gemeinsam abfeiern dürfen – mit nichts weiter als einem echten Meisterwerk!:
Eine namenlose amerikanische Touristin fortgeschrittenen Alters aus Denver, Colorado (dennoch frankophil) kommt zum ersten Mal in ihrem ereignislosen Leben über den großen Teich in die Stadt ihrer Träume: Paris.
Ihr einfältig-naiver off-Kommentar, mit schwerem amerikanischen Akzent vorgetragen, begleitet sie während ihrer Wanderung durch die Stadt der Lichter und der Liebe, bis sie in einem ebenfalls namenlos bleibenden Park inne hält … und den wichtigsten, weil lebendigsten Moment ihres unscheinbaren Lebens erlebt …
Alexander Paynes (SIDEWAYS) Beitrag zu PARIS, JE T’AIME ist Schluss- und Höhepunkt zugleich: Ohne seine intellektuelle Überlegenheit seiner Protagonistin gegenüber auch nur ansatzweise spüren zu lassen, lässt er den sich bereits genüsslich in seinem Anti-Amerikanismus suhlenden Zuschauer, der sich schon in seiner Rolle als überlegener voyeur eingerichtet hat, gnadenlos auflaufen. Und lässt eine Postbotin aus dem christlich-konservativen amerikanischen heartland zur einzigen echten Heldenfigur dieses sehenswerten Kurzfilmkonglomerats werden.
14TH ARRONDISSEMENT ist zelluloider Humanismus in seiner ehrlichsten, besten, schönsten Form! Grandios! Einfach nur grandios!


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